1) Einfache Verdunstungsanlagen
Gewächshaus: Das lichtdurchlässige Gewächshaus lässt die Sonnenenergie zunächst zur Gänze eindringen. Nachdem die Sonnenenergie den Inhalt des Gewächshauses aufgewärmt hat, kann sie (Infrarotstrahlung!) nicht mehr durch die Glas oder Kunststoffbegrenzung nach aussen dringen. Zur reinen Energiegewinnung ist dieses Prinzip relativ unergiebig. Ebenso ist es – aufgrund der relativ geringen Effizienz – für die Wassergewinnung kaum einsetzbar. Die wirkliche Bedeutung des Treibhauses liegt daher ausschließlich in der Landwirtschaft.
Kollektorprinzip: In Sonnenkollektoren wird gleichzeitig Energie gewonnen, Wasser verdunstet und anschließend kondensiert. Die Kollektoren können – je nach Aufgabenstellung – unterschiedliche Arten von Wasser aufbereiten: Meerwasser, Brackwasser oder verunreinigtes Süßwasser.
Kaskadendestille: Eine relativ aufwändige Form der Destillation mit – gegenüber klassischen Anlagen – nur gering erhöhtem Effizienzgrad. Die Wasserbecken der Kaskadendestille sind treppenförmig angelegt, wodurch sich der geringfügig erhöhte Effizienzgrad erklärt.
Watercone: Als Watercone bezeichnet man ein Verfahren bei dem in ein Becken Meerwasser eingebracht wird, dass durch die Sonneneinwirkung verdunstet. Das Wasser kondensiert im Kegel und läuft in einen Auffangbehälter wo es gespeichert wird. Das Prinzip der Watercone ist extrem einfach und eignet sich daher vor allem für Entwicklungsländer um mit geringem technischen Aufwand Trinkwassser für Genuss bzw. landwirtschaftliche Nutzung zu gewinnen.